Auf einen Blick: Die komplette Spielzeit 2014/2015

Alle Stück, alle Preise, alle Informationen auf einen Blick

Oper, Ballett, Schauspiel, Konzerte, Studio und Werftparktheater

 

 

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen den Spielplan aller Sparten des Theaters Kiel für die Saison 2014/2015. Ein runder Spielplan, der alle begeistern wird. Die Volksbühnengala in der Oper zur Eröffnung der Spielzeit findet in diesem Jahr bereits am 24. August 2014 statt; parallel zum Sommer-Open-Air auf dem Seefischmarkt.

 

 

Oper

 

 

MACBETH

Giuseppe Verdi

- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln –

Jeder ist seines Glückes Schmied! Macbeth und seine Frau beginnen, die Hindernisse auf Macbeths Karriereweg zu beseitigen. Ihr erstes Opfer ist der regierende König Duncan. Doch nun gilt es, die Macht zu sichern, also müssen potentielle Nebenbuhler und ihre Familien auch beseitigt werden! Der düstere Stoff führt in Abgründe der menschlichen Seele. Die Uraufführung 1847 in Florenz wird ein Erfolg. Trotzdem überarbeitet Verdi 1864/65 seinen Macbeth für eine Pariser Aufführung. In Kiel wird die Pariser Fassung von 1865 ohne Ballett gespielt - mit der Schlussszene aus der Erstfassung von 1847, die dem sterbenden Macbeth gehört.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch, Regie: Carlos Wagner, Bühne: Rifail Ajdarpasic, Kostüme: Christoph Cremer

Ab 20. September 2014

 

 

ATYS

Jean-Baptiste Lully

„Atys“ Foto: Olaf Struck

- in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Eine Oper über die Grausamkeit der Liebe: Atys liebt die schöne Sangaride, ist aber auch der Günstling der Göttin Cybele, die ihn als Priester für sich verlangt. Doch Atys entscheidet sich für seine Liebe und verurteilt sie dadurch zum Tode. Aus Rache schlägt Cybele ihn mit Wahnsinn und lässt ihn Sangaride erstechen – vor Schmerz über seine Tat bringt Atys auch sich um, doch Cybeles Mitleid verwandelt den Sterbenden in eine Pinie. Die Oper Kiel wagt sich mit Atys an ein in Deutschland quasi unbekanntes Repertoire – die französische Tragédie en Musique von Jean-Baptiste Lully! 1676 errang der Hofkomponist Ludwigs XIV. mit Atys, der Lieblingsoper des Sonnenkönigs, einen seiner größten Triumphe. Für die Kieler Inszenierung konnte mit Lucinda Childs eine der prägenden Choreographinnen des 20. Jahrhunderts gewonnen werden.

Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky, Regie und Choreografie: Lucinde Childs, Ausstattung: Paris Mexis

Ab 4. Oktober 2014

 

 

KISS ME, KATE


Kiss me, Kate

Cole Porter

- in deutscher Sprache -

Fred Graham braucht Geld – dringend. Daher ruhen alle Hoffnungen des Theatermachers auf seinem neuesten Musical, für das er als Autor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller gleichzeitig verantwortlich zeichnet: Kiss Me, Kate nach Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung! Damit die Show ein Erfolg wird, hat er seine Ex-Frau Lilli Vanessi, nicht mehr ganz so erfolgreicher Hollywood-Star, in der Rolle der Kate besetzt. »Schlag nach bei Shakespeare!«, denn schließlich wird er dieses Jahr 450! Mit Kiss me, Kate ehrt das Theater Kiel den größten Dramatiker der Neuzeit mit einer der witzigsten Bearbeitungen seines Werks, die das Musiktheater zu bieten hat.

Musikalische Leitung: Michael Nündel, Regie und Choreografie: Ricarda Regina Ludigkeit, Bühne: Hans Kudlich

Ab 8. November 2014

 

 

EUGEN ONEGIN


„Eugen Onegin“. Foto: Olaf Struck

Peter I. Tschaikowski

- in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Tatjana ist eine Leseratte, in Büchern erlebt sie die Gefühle, von denen sie träumt. Bis sie eines Tages dem Mann ihrer Träume in der Realität begegnet: Eugen Onegin. Sie setzt alles auf eine Karte und schreibt ihm von ihren Gefühlen. Seine Antwort ist herablassende Ablehnung und ein Flirt mit Tatjanas Schwester Olga. Die Situation eskaliert, es kommt zum Duell zwischen Onegin und Olgas eifersüchtigem Verlobten Lenskij. Jahre später begegnen sich Tatjana und Onegin ein zweites Mal. Als Fürstin Gremina ist Tatjana mittlerweile zum Mittelpunkt der Petersburger Gesellschaft geworden. Nun entdeckt Onegin seine Gefühle für sie und Tatjana muss sich entscheiden. Brigitte Fassbaender, weltweit gefragte Mezzosopranistin, Intendantin, Librettistin, Regisseurin und Leiterin des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen, inszeniert zum ersten Mal in Kiel.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch, Regie: Brigitte Fassbaender, Ausstattung: Helfried Lauckner

Ab 24. Januar 2015

 

 

DIE HOCHZEIT DES FIGARO


Foto: Olaf Struck

Wolfgang Amadeus Mozart

- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -

Die Ehe der Almavivas ist in die Jahre gekommen. Der Graf hat mehr Interesse an jungen Bediensteten wie der schönen Susanna als an seiner eigenen Frau. Da passt es ihm nicht recht, dass Susanna den Tausendsassa Figaro heiraten möchte. Als Mozart 1786 das in Wien eigentlich verbotene Stück Der tolle Tag oder die Hochzeit des Figaro in Musik setzte, war er sich mit seinem Textdichter Lorenzo Da Ponte voll im Klaren, dass er damit ein »quasi neues Bühnengenre« geschaffen hatte. Eine komische Oper, bei der Musik und Handlung eine derartige Symbiose eingehen sollten, war bis dato unerhört und ist bis heute kaum wieder erreicht worden. Generalintendant Daniel Karasek inszeniert ein zeitloses Meisterwerk, das Harmonie, Humor und Humanität in heitere Balance bringen kann.

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch, Regie: Daniel Karasek, Bühne: Norbert Ziermann, Kostüme: Claudia Spielmann

Ab 7. März 2015

 

 

EIN WERK FÜR DEN KINDER- UND JUGENDCHOR AN DER OPER KIEL

- Aufführung im Schauspielhaus -

Eine neue Herausforderung für den stetig wachsenden und immer besser werdenden Kinder-und Jugendchor der Oper Kiel. Mitglieder des Chores bestreiten sämtliche Rollen, so wie sie es schon in Bernd Wildens Pit und Paula – frisch versalzen sowie in König Keks und Schockorange von Peter Schindler getan haben!

Musikalische Leitung: Michael Nündel

Ab11. April 2015

 

 

MATSUKAZE

Toshio Hosokawa

- mit Übertiteln -

Ein Mönch kommt auf einer Pilgerreise an die Küste von Suma. Er sieht eine Kiefer, an deren Stamm eine Gedenktafel an zwei Frauen erinnert. Die Schwestern Matsukaze und Murasame lebten dort vor vielen hundert Jahren als Salzfrauen und liebten denselben Mann. Als dieser überraschend verstarb, bleiben die Seelen der Schwestern unerlöst. Nachts begegnet der Mönch zwei trauernden Frauen ...

Matsukaze ist ein Klassiker des japanischen Nô-Theaters. Die Hauptfiguren im Nô sind häufig Geister von Toten. Sie kehren auf die Welt (der Bühne) zurück, weil sie im Diesseits Trauriges erfahren haben und ohne Verarbeitung ihrer Trauer ins Jenseits hinübergegangen sind. Die Uraufführung von Matsukaze fand im Mai 2011 im Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel statt.

Musikalische Leitung: Leo Siberski, Regie: Matthias von Stegmann, Ausstattung: Walter Schütze

Ab 2. Mai 2015

 

 

AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY

Kurt Weill

- mit Übertiteln -

In Mahagonny, der »Netze-Stadt«, soll eine Woche sieben Tage ohne Arbeit bedeuten, im Zentrum der Stadt steht die »Hier-darfst-Du-Schenke«. Eine Stadt der Ruhe und Eintracht, des Genusses und der Freizeit - und des Konsums! Ein Paradies auf Erden in den Augen ihrer Gründer. Doch die Schlange lauert ... In Mahagonny sind es die Verbote, die unzufrieden machen. Aus Mahagonny wird eine Stadt des Kampfes, es gibt nur noch ein Verbrechen, nämlich das, kein Geld zu haben!

Musikalische Leitung: Leo Siberski, Regie: N.N., Bühne: Norbert Ziermann

Ab 13. Juni 2015

 

 

Wiederaufnahmen

 

 

MADAME BUTTERFLY

Giacomo Puccini

Giacomo Puccini schuf die wunderschöne Musik und thematisiert die unüberbrückbaren Gegensätze zwischen der japanischen und der amerikanischen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Geisha Cio-Cio-San (Butterfly) ersticht sich am Ende verzweifelt.

Regie: Matthias von Stegmann, Bühne und Kostüme: Walter Schütze

Ab 14. September 2014

 

 

HÄNSEL UND GRETEL

Engelbert Humperdinck

Komponist und Librettistin betonen den phantastischen Aspekt der bekannten Handlung von den zwei Kindern, die sich im Wald verlaufen haben, in die Gewalt einer bösen Hexe geraten und sich durch eine List befreien können, durch zwei weitere Figuren: Das Sandmännchen und das Taumännchen.

Regie: Jörg Diekneite, Bühne: Eckhard Reschat, Kostüme: Sabine Keil

Ab 11. Oktober 2014

 

 

DIE ZAUBERFLÖTE

Wolfgang Amadeus Mozart

Wem soll Tamino denn nun glauben? Der Königin der Nacht, die „zum Leiden auserkoren“ ist, weil „ein Bösewicht“ ihre Tochter entführte? Oder dem Entführer Sarastro. Eines weiß Tamino aber genau: Er hat sich unsterblich in das Bild der entführten Pamina verliebt und muss sie suchen.

Regie: Daniel Karasek, Bühne: Lars Peter, Kostüme: Claudia Spielmann

Ab 26. November 2014

 

 

SEKRETÄRINNEN

Franz Wittenbrink

Die Tasten der Schreibmaschinen geben den Rhythmus vor. Und wenn zur Melodie von „I can’t live without you“ Wörter wie „Rückstelltastenregulator“ gesungen werden, ist die Wirkung immens! Wittenbrinks Liederabende haben Kult-Charakter.

Musikalische Leitung: Michael Nündel, Regie: Jörg Diekneite, Daniel Karasek, Bühne: Elisabeth Richter, Norbert Ziermann, Kostüme: Sabine Keil

Ab 27. Januar 2015

 

 

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Richard Wagner

Alle sieben Jahre darf ein zu ewigem Leben verdammter holländischer Kapitän an Land gehen, um seine Erlösung - sprich: seinen Tod - zu suchen. Sterben darf er nur, wenn er die Frau findet, die ihm treu ist bis zum Tod. Seine Erlösung findet er bei Kapitänstochter Senta.

Regie: Carlos Wagner, Bühne: Rifail Ajdarpasic, Kostüme: Christoph Cremer

Ab 2. April 2015

 

 

IN DER STRAFKOLONIE

Philip Glass

nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Franz Kafka

- Aufführung in der »Milchstraße« 1. Foyer Oper -

»Ich folgte dieser Einladung zu einer Hinrichtung nur aus Höflichkeit.« Mit diesen Worten beginnt die Kammeroper des amerikanischen Komponisten Philip Glass nach dem Libretto Rudolph Wurlitzers. Es folgt ein makabres und absurdes Spiel, in dem ein Offizier dem Besucher mit akribischer Liebe zum Detail die »Genialität« eines Apparates erklärt, der in einer zwölfstündigen Prozedur dem Verurteilten seine Schuld in den Körper tätowiere und mit dessen Tod ende.

Mit einem Instrumentalensemble von nur fünf Streichern schafft Philip Glass mit den für ihn charakteristischen Repetitionen eine ganz eigene musikalische Atmosphäre. Der dichte Klangteppich des mehrfach oscarnominierten Filmkomponisten hat die Wirkung einer suggestiven Filmmusik.

Musikalische Leitung: Bettina Rohrbeck, Regie: Julia Anslik

 

 

Weitere Termine:

Volksbühnen-Gala: August/September 2015

Opernball: 7. Februar 2015

Operngala: RIENZI: 20. Mai 2015

 

 

Ballett

 

 

ROMEO & JULIA


Romeo und Julia (c) Olaf Struck

Von den Liebestragödien und den Liebestoden, die Literatur und Bühne kennen, ist Romeo und Julia wohl die bekannteste. Die tragische Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die trotz des Widerstands ihrer beiden verfeindeten Familien zueinanderfinden, begeistert das Theaterpublikum weltweit. Die populärste Ballettfassung von Romeo und Julia stammt aus dem Jahr 1935 von Sergej Prokofjew. Seither haben weltweit unzählige Choreografen ihre Versionen des Klassikers geschaffen.

Musik: Sergej Prokofjew, Choreografie: Yaroslav Ivanenko, Ausstattung: Heiko Mönnich, Musikalische Leitung: Leo Siberski

Ab 13. Dezember 2014

 

 

HEROES

Mal selbstironisch, mal witzig, mal bizarr. So beschreibt die irische Choreografin Marguerite Donlon ihre Stücke. Mit Leichtigkeit verbindet Donlon in ihren Choreografien klassisches Handwerk mit zeitgenössischer Power. Diesen Spagat beherrschte sie schon als Solistin an der Deutschen Oper und übernahm ihn für sich als Choreografin. Sie schuf Werke für das Wiener Staatsballett, das Nederlands Dans Theater II, das Stuttgarter Ballett, die Hubbard Street Dance Company Chicago und zuletzt als Direktorin für das Saarbrückener Ensemble. „Die Meisterin von Humor und Happiness“ (Saarbrücker Zeitung) ist erstmals in Kiel zu sehen.

Choreografie: Marguerite Donlon

Ab 28. März 2015

 

 

JUNGE CHOREOGRAPHEN

Das beliebte Format geht in die dritte Runde! Diesmal steht den Tänzerinnen und Tänzern des Ballett Kiel, die sich dem Abenteuer einer eigenen Choreografie stellen möchten, eine andere, größere Bühne zur Verfügung. In der Salzhalle am Ostufer haben die Jungen Choreografen die Chance, sich auf einer Fläche auszuprobieren, die den Ausmaßen der Bühne im Opernhaus gleichkommt.

Ab 29. April 2014, Neue Salzhalle am Ostufer

 

 

Wiederaufnahmen

 

SCHWANENSEE

Ballett nach der Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

Eines der berühmtesten klassischen Ballette von Peter Tschaikowski. Die verzauberte Prinzessin liebt den Märchenprinzen, doch der schwarze Schwan triumphiert gegen das reine Weiß.

Choreografie: Yaroslav Ivanenko, Ausstattung: Heiko Mönnich

Ab 21. September 2014

 

 

DER NUSSKNACKER

Ballett nach der Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

Auf zauberhafte Weise bringt Peter Tschaikowski die Märchenwelt des Nussknackers zum Klingen und macht das innere Erleben Maries hörbar.

Choreografie: Yaroslav Ivanenko, Bühne Oliver Helf, Kostüme Anna Ipatieva

Ab 15. Oktober 2014

 

 

DREI SCHWESTERN

Ballett von Yaroslav Ivanenko nach Anton Tschechows gleichnamigem Drama und Musik von Franz Schubert

Choreografie: Yaroslav Ivanenko, Bühne: Oliver Helf, Kostüme: Elisabeth Richter

Ab 11. Februar 2015

 

 

Extras

 

BALLETTGALA

Großes Spektakel und internationale Gäste – das bringt in Kiel nicht nur die Kieler Woche, sondern auch die Ballettgala, die traditionsgemäß in dieser Zeit stattfinden wird. Internationale Stars der Ballettbühne und das Ballett Kiel präsentieren gemeinsam ihren krönenden Saisonabschluss!

Termin: 23. Juni 2015

 

 

Sommertheater Kiel

 

 

OPEN AIR (AN DER NEUEN SALZHALLE AM SEEFISCHMARKT)

ROMEO & JULIA – DAS MUSICAL

William Shakespeare

Uraufführung

RomeoJulia(c)OlafStruck Aus Shakespeares berühmtester Liebesgeschichte wird in Kiel erstmals ein Musical! Speziell für die Kieler Produktion im Sommertheater haben Ulf Leo Sommer, Daniel Faust und Peter Plate (»Rosenstolz«) den Figuren Songs auf den Leib geschrieben. Hinzu kommen eine moderne Neuübersetzung des englischen Textes von Daniel Karasek und Kerstin Daiber und die einmalige Lage der Spielstätte mit direktem Blick über die Förde.

Regie: Daniel Karasek, Musik: Ulf Leo Sommer, Daniel Faust, Peter Plate (»Rosenstolz«), Bühne: Norbert Ziermann, Kostüme: Claudia Spielmann, Video: Konrad Kästner

Ab 16. August 2014

 

 

Schauspiel

 

 

DREI SCHWESTERN

Anton Tschechow

Olga, Irina und Mascha – drei gestrandete Töchter der besseren Moskauer Gesellschaft in der russischen Provinz. Sehnsuchtsvoll erinnern sie sich an das ruhmvolle Leben vergangener Zeiten, während sie gelangweilt und frustriert fernab der Heimat festsitzen. Den drei Schwestern bleibt nur die nie auszulöschende Hoffnung: eines Tages geht es zurück nach Moskau! Anton Tschechows Familienpanorama aus dem Jahr 1901 zeichnet die Sehnsucht nach einer alten Welt und liest sich als Metapher einer modernen Generation junger Menschen, die bestmöglich geschult, talentiert und gebildet sind und trotzdem in Selbstmitleid versinken.

Regie: Daniel Karasek, Bühne: Norbert Ziermann, Kostüme: Claudia Spielmann

Ab 26. September 2014

 

 

HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI

Bertolt Brecht

„Herr Puntila und sein Knecht Matti“, Foto: Olaf Struck

Der Gutsbesitzer Puntila ist ein Mann mit zwei Gesichtern. Nüchtern ist er ein Kapitalist, ein Ausbeuter ohne Empathie, der die Welt nach seinen Maßstäben formen will und seine Mitmenschen nach dem persönlichen Nutzen für ihn bewertet. Betrunken wandelt sich seine Einstellung. Er wird zum mitfühlenden Menschenfreund, der mit seinen Angestellten trinken geht. Sein pralles, musikalisches Volksstück, das 1940 im Exil entstand, sollte in der »Ausformung des Klassenantagonismus zwischen Puntila und Matti«, so Brecht in seinen Notizen, die Verlogenheit der bestehenden Herrschaftsverhältnisse deutlich machen. Und auch heute noch, in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht, stellt die sinnenfrohe Komödie die Frage, ob Freundschaft auch jenseits vom Einkommen und sozialer Stellung existieren kann.

Regie: Volker Schmaloer, Ausstattung: Valentina Crnković, Musik: Christine Weghoff

Ab 10. Oktober 2014

 

 

EIN SOMMERNACHTSTRAUM


Sommernacht (c) Olaf Struck

William Shakespeare

Ein Wald vor der Stadt und vier junge Liebende: Hermia liebt Lysander, ihr Vater hat jedoch Demetrius als zukünftigen Schwiegersohn auserkoren, der wiederum ist auch schon mit Hermias bester Freundin Helena verlobt. Ein unlösbares Liebesknäul. Und weil schon alles hoffnungslos scheint, entfliehen die vier in den Wald, wo sie ihre Liebeswirren zu lösen hoffen. Grundsätzlich eine gute Idee – würde nicht der Wald vor Elfen überquellen, die sich vor allem darin berufen sehen, sich in Herzensangelegenheiten einzumischen.

Regie: Dariusch Yazdkhasti

Ab 21. November 2014

 

 

IMMER NOCH STURM


„Immer noch Sturm“, Foto: Olaf Struck

Peter Handke

Kärnten. Südliches Österreich. Ein älterer Mann sitzt unter einem Baum, träumt und erzählt und macht so die eigenen Vergangenheit lebendig. Er sieht sich selbst heranwachsen, trifft auf seine Großeltern, seine Mutter, Tanten und Onkel. So entsteht in der Rückblende ein weit gespanntes Panorama. Ein breit angelegter Stoff, der in einer Mischung aus Prosa und Dialogen vieles zugleich ist: Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit wird eine Familientragödie erzählt. Gleichzeitig wird am Beispiel der slowenischen Minderheit und ihrem vergeblichen Widerstand gegen das NS-Regime ein beispielhaftes Geschichtsdrama entworfen. Das jüngste Stück des bedeutenden Dramatikers Peter Handke ist ein großer, ein wuchtiger Text - vielschichtig, sprachmächtig, pathetisch und gleichzeitig auch von Leichtigkeit und komödiantischen Elementen geprägt.

Regie: Malte Kreutzfeldt

Ab 9. Januar 2015

 

 

DIE LETZTEN FÜNF JAHRE


Foto: Olaf Struck

Jason Robert Brown

Der aufstrebende Autor Jamie und die junge Schauspielerin Cathy lernen sich kennen, verlieben sich Hals über Kopf ineinander, verbringen eine intensive gemeinsame Zeit und trennen sich schließlich wieder. Was sich zunächst wie eine alltägliche Liebesgeschichte anhört, wird in Die letzten fünf Jahre zu einem berührend-beschwingten Zweipersonen-Musical der besonderen Art, das den Zuschauer mit hinreißenden Songs mit auf eine emotionale Fahrt mit der Achterbahn nimmt. Zu der großartigen Musik kommt nämlich ein weiterer Kunstgriff: Die Handlung kommt fast ganz ohne Text aus. Mit dem 2001 in Chicago uraufgeführten Stück bekommt das Schauspiel Kiel nach Familienbande wieder ein musikalisches Vorbühnen-Highlight mit hochkarätiger Besetzung: Neben Maxine Kazis als Cathy wird in der Rolle des Jamie Publikumsliebling Enrico de Pieri als Gast auf der Bühne stehen.

Regie: Jörg Diekneite, Musikalische Leitung: Michael Nündel, Video: Konrad Kästner

Ab 31. Januar 2015

 

 

DIE STÜTZEN DER GESELLSCHAFT


„Die Stützen der Gesellschaft“. Foto: Olaf Struck

Henrik Ibsen

Karsten Bernick ist der Mann des Orts: Als Konsul wacht er über die politischen Entscheidungen einer norwegischen Kleinstadt, als Werftbesitzer ist er der größte Arbeitgeber der Stadt und als Mäzen und Moralist huldigen und feiern ihn die Bürger. Sein Name gilt als Symbol der Rechtschaffenheit und seine Frau und der Sohn als bewundernswerte Vorzeigefamilie. Unter dem Mantel der Souveränität schimmern jedoch ein dunkles Geheimnis und die ein oder andere Korruption: Das Eisenbahnprojekt, das die Stadt schon lange plante, hat er nicht ganz uneigennützig verhindern können, die Arbeitsbedingungen auf der Werft entsprechen auch nicht dem Standard und die überstürzte Auswanderung der eigenen Verwandtschaft vor Jahr und Tag ließ den ein oder anderen Zweifel zurück. Als jetzt die lang vermisste Tante samt Schwager mit dem Schiff aus Amerika im Hafen der Kleinstadt eintrudelt, drohen die Lebenslügen des Konsuls aufgedeckt zu werden…

Regie: Titus Georgi

Ab 20. Februar 2015

 

 

DIE LETZTEN TAGE DES DON JUAN

Tirso de Molina u.a.

Er ist eine Legende; bewundert und verflucht zugleich: Don Juan. Seit dem 17. Jahrhundert erzählt man sich in Europa die Geschichte des Frauen verführenden Edelmanns, der aller adligen Sitten zum Trotz eine Dame nach der anderen erobert, noch in der Hochzeitsnacht die Bräute entführt und jungen Mädchen, die sich nach Liebe sehnen, den Kopf verdreht. Kein Wunder, dass solch eine Lebensweise den Rachdurst der Verschmähten, ihrer Väter und Ehemänner auf sich zieht und auf ein zerstörerisches Finale hinausläuft.

Regie: Ingo Putz

Ab 4. April 2015

 

 

DIE ZEHN GEBOTE

Feridun Zaimoglu / Günter Senkel

Uraufführung

Es ist Krieg. Ein Schützengraben, ein Hauptmann und ein Obergefreiter - Brüder und Rivalen um eine Frau - schließen ein tödliches Abkommen. Eine alte Frau erzählt ihrer Enkelin ein Märchen, ein alter Mann seinem Enkel ein anderes. Ein Gefängnis wird zum Schauplatz einer Gewalttat. Ein Feldgeistlicher gelobt Treue bis in den Tod. Eine Zuckerfabrik ist abgebrannt. In der Familie des Obergefreiten kommt es zu einer schrecklichen Szene. Der Hauptmann soll für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Was bedeuten fundamentale moralische Werte, die Grundpfeiler unserer christlichen Zivilisation und Wertegemeinschaft, in Zeiten von Krieg, Hunger und Gewalt? Der Kieler Bestsellerautor Feridun Zaimoglu, Stadt und Theater seit Jahren eng verbunden, hat gemeinsam mit seinem Co-Autor Günter Senkel im Auftrag des Schauspiels Kiel nichts Geringeres als eine moderne Bühnenadaption der biblischen Zehn Gebote geschrieben.

Regie: Daniel Karasek

Ab 22. Mai 2015

 

 

Studio im Schauspielhaus

 

 

EINE STILLE FÜR FRAU SCHIRAKESCH

Theresia Walser

„Eine Stille für Frau Schirakesch“, Foto: Olaf Struck

In genau 77 Minuten soll auf dem Marktplatz von Tschundakar Frau Schirakesch gesteinigt werden. Zeitgleich beginnt im deutschen Fernsehen eine Talkshow, die der grausamen Tat aus der Ferne still gedenken will. Eingeladen hat die Moderatorin Hilda Ludowsky dazu die junge Soldatin Rose, die kürzlich traumatisiert von einem Militäreinsatz zurückgekehrt ist, sowie ihren Vater Herrn Fahnenberg, der seinem Namen alle Ehre macht. Daneben sitzen die Schönheitsköniginnen Ruth und Heidrun, die gerade mit einer Bikiniparade in Tschundakar für Zündstoff sorgten, und Herr Gert, ein General, dessen Truppe auf dem Markt von Tschundakar immerhin ein Dixie-Klo aufbauen konnte, um den Frauen dort das Leben zu erleichtern. Die Dramatikerin Theresia Walser hat eine wunderbar leichte, dabei gleichzeitig bitterböse Komödie auf unsere Medienwelt, auf Opportunismus, den Drang zur Selbstdarstellung und auf vorgegaukeltes, politisch pseudokorrektes Gutmenschentum geschrieben.

Ab 28. September 2014

 

 

MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN

Marianna Salzmann

Drei Frauen, drei Generationen, drei Lebensentwürfe: Großmutter Lin, die das KZ überlebte, in der DDR überzeugte Kommunistin und als reisende Sängerin Vorzeige-Jüdin der Partei war, fühlt sich ganz der jüdischen Kultur zugehörig. Mutter Clara ist am orthodoxen Judentum nicht interessiert, will assimiliert, aufgeklärt und deutsch sein. Tochter Rahel ist ein internationales Kind der Post-Holocaust-Generation, die es auf ihrer Suche nach sexueller Identität und nach ihren Wurzeln, nicht ganz zufällig nach New York, ins Zentrum des westlich-jüdischen Lebens zieht. Die Konflikte zwischen zwei Müttern und zwei Töchtern stehen im Raum. Mameloschn ist das jiddische Wort für Muttersprache, und was eine Muttersprache ist, was sie aus einem macht, was überhaupt Identität ist und wie man sich die eigene definieren kann, ist die Frage, der sich die junge Autorin Marianna Salzmann in einer leichten, unsentimentalen Weise mit Zorn, Herz und Witz auf den Grund geht. Das Stück wurde 2013 mit dem renommierten Kleist-Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet.

Ab 11. Januar 2015

 

 

GELBER MOND

DIE BALLADE VON LEILA UND LEE

David Greig

Lee ist kein einfacher Junge. Ein Draufgänger, der schon immer von einer Verbrecherkarriere geträumt hat. Leila dagegen fällt nicht weiter auf. Sie ist gut in der Schule. Dass sie fast nichts sagt, bemerkt kaum jemand. Und hätte Lee sie an diesem Abend nicht im Supermarkt angesprochen, wäre sie nie in die ganze Geschichte verwickelt worden. An jenem Abend hat Lee den Freund der Mutter im Affekt ermordet und so sind Leila und Lee auf der Flucht. Das Stück des schottischen Erfolgsautors David Greig ist ein mitreisendes Roadmovie um zwei verloren gegangene Teenager und ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einem bedeutungsvollen Leben.

Regie: Jimena Echeverri Ramírez, Bühne: Maria Rehwagen, Kostüme: Sarah-Sofie Knaus

Ab 23. Februar 2014

 

 

Wiederaufnahmen

 

 

THE ROCKY HORROR SHOW

Richard O´ Brien

Mit der „Rocky Horror Show“ bringt das Kieler Theater das Kultmusical von Richard O‘ Brian auf die Bühne. Ein irrer Spaß, fetzige Musik und gute Unterhaltung garantiert!

 

Regie: Ingo Putz, Musikalische Leitung: Ture Rückwardt, Ausstattung: Mirjam Benkner, Choreographie: Vivienne Hötger

By arrangement with BB Group GmbH and the Rocky Horror Company LTD

Ab 3. Oktober 2014

 

 

DER HAUPTMANN VON KÖPENICK

Carl Zuckmayer

Ein Stück deutscher Realsatire, grandios von Carl Zuckmayer in Szene gesetzt. Der arbeitslose Schuster Voigt in der Hauptmannsuniform wurde zur Gestalt der Weltliteratur.

Regie: Robin Telfer, Ausstattung: Steven Koop, Musik: Axel Riemann

Ab 19. Oktober 2014

 

 

Theater im Werftpark

 

 

ANIMAL FARM

George Orwell

„Animal Farm“ Foto: Olaf Struck

Eine Revolutionssatire für Jugendliche und Erwachsene ab ca. 12 Jahren. Die Tiere der Farm wollen nach ihrer Rebellion gegen den ungerechten Bauern im „Animalismus“ leben - gleichgestellt und friedlich miteinander, zum Wohle aller. Eine kurze Zeit geht das auch gut. Schließlich jedoch zerstreiten sich die drei führenden Schweine und der aggressive Eber Napoleon, schreckt nicht vor Gewalt zurück. In Zeiten des arabischen Frühlings und der Krimkrise stellt sich Stephan Hintze mit seiner Inszenierung von Orwells Farm der Tiere den hochaktuellen Fragen dieser Zeit: Warum scheitern Revolutionen? Was sind die Konsequenzen? Wer oder was trägt die Verantwortung?

Regie: Stephan Hintze, Ausstattung: Sibylle Meyer, Musikalische Leitung: Heiko Klotz

Ab 10. Oktober 2014

 

 

DER MUFFELKOPP

Gertrud Pigor

Ein Spaß mit Stinkelaune für alle ab 4 Jahren

Uraufführung

Kann sein, dass Herr Jansen heute Morgen nur mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, vielleicht war ihm aber auch eine Laus über die Leber gelaufen. Hatte ihm gestern jemand die Suppe versalzen? Hat es ihm über Nacht die Petersilie verhagelt oder war es am Ende nur der Wasserhahn, der die ganze Nacht leise getropft und ihm den Schlaf geraubt hat? Herr Jansen weiß es nicht, und es ist ihm auch vollkommen schnurzpiepegal! „Eine solche Stinklaune hat die Welt noch nicht gesehen“ stellt er fest, und da die Welt eine so fabelhaft miese Laune auf keinen Fall verpassen darf, klingelt er gleich mal bei der Nachbarin. Was schlechte Laune an so einem Morgen alles anrichten kann, und wer am Ende das große Obermuffel-Turnier gewinnen wird, davon erzählt dieses Theaterstück mit Musik für Kinder ab 4 Jahren.

Regie: Norbert Aust, Ausstattung: Stefani Klie, Musik: Jan Fritsch

Ab 30. November 2014

 

 

FRIDA UND DER KOMISCHE MAN, DER VERGESSEN HATTE, WER ER WAR

Isabel Martinez

Ein Märchen von Heute für Kinder ab und Erwachsene ab ca. 6 Jahren

Uraufführung

Frida hat sich in eine Ecke ihres Zimmers verkrochen und ist traurig, denn heute ist Schulfest und sie will nicht hin: Ihre Sachen passen ihr nicht richtig, sie hat keine Freunde und überhaupt! Plötzlich steht ein komischer alter Kauz vor ihr. Zusammen begeben sie sich auf die spannende Suche nach Antworten und stolpern von einem Abenteuer ins Nächste. Warum ist es cool, zwei verschiedene Socken zu tragen? Was macht einen König oder einen Narren aus? Und kann der Narr vor dem Galgen gerettet werden? Die studierte Schauspielerin Isabel Martinez, die unter anderem in Graz, Mannheim, Bonn und Wien engagiert war, lebt und arbeitet seit 2001 in Berlin und ist dem Kieler Publikum von Lesungen bei der Volksbühne Kiel e.V. bereits bekannt.

Regie: Isabel Martinez, Ausstattung: Evelyne Havertz

Ab 23. November 2014

 

 

HINTER DEM BAHNHOF LIEGT DAS MEER

Jutta Richter

Ein Roadmovie-Theaterstück ab ca. 10 Jahren

Es gibt auch gute Tage. Doch vor allem gibt es die nicht so guten, die schlechten, die traurigen, die einsamen. Neuner ist neun. Neuner ist ein Fassadenkletterer. Jede Nacht klettert er durch das offene Küchenfenster in die Wohnung seiner Mutter. Eines Tages muss Neuner erleben, wie seine Mutter krankenhausreif geprügelt wird. Er haut ab. Auf der Straße trifft Neuner auf den Bettler Kosmos, der ihn mit gescheiterten Existenzen, verlorenen Träumen und gemeinsamen Wünschen konfrontiert. Am Meer soll alles anders werden.

Regie: Anne Später, Ausstattung: Sibylle Meyer

Ab 21. Februar 2015

 

 

Wiederaufnahmen:

 

 

KLAMMS KRIEG

Kai Hensel

Ein Lehr(er)stück für Jugendliche und Erwachsene, für Schüler, Lehrer und Eltern

Regie: Franziska Steiof | Ausstattung: Sybille Meier

Ab September 2014

 

 

OH, WIE SCHÖN IST PANAMA

Janosch/Alexander Kratzer

Das Kultstück von Janosch (Dramatisierung Alexander Kratzer)

Für Kinder und Erwachsene ab ca. 4 Jahren

Regie: Norbert Aust, Ausstattung: Stefani Klie, Musik: Ture Rückwardt

Ab September 2014

 

 

EIN KÖNIG ZUVIEL

Gertrud Pigor

Ein Theaterstreit mit Musik

Für Kinder und Erwachsene ab ca. 4 Jahren

Regie: Gertrud Pigor | Ausstattung: Stefani Klie |Musik: Jan Fritsch

Ab September 2014

 

 

LENZ

Jens Raschke

Ein Wahnsinnsklassenzimmertheaterstück

Für Jugendliche und Erwachsene

Regie: Jens Raschke | Ausstattung: Stefani Klie

Ab September 2014

 

 

OUT! – Gefangen im Netz

Knut Winkmann

Regie: Matisek Brockhues | Kostüm/Requisite: Lisa Schneider

Ab Oktober 2014

 

 

UNSER WWW.

Spannende Einblicke in die alltägliche Theaterarbeit.

Ab Oktober 2014

 

 

DeichArt im Werftparktheater

 

 

MICHAEL KOHLHAAS

Das Geschäft der Rache

Franziska Steiof/ Heinrich von Kleist

Einen „der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“ nennt der Dichter den Kohlhaas. „Er hätte“, erklärt Kleist, „als Muster eines guten Staatsbürgers gelten können, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte.“ Dieser überaus korrekte Mensch hatte die Schwäche, kein Unrecht ertragen zu können. Da es aber in der Welt nicht immer gerecht zugeht, war dies die Falle, die ihm das Schicksal stellte. Im Gedenken an Franziska Steiof wird sich DeichArt in seiner neusten Produktion mit ihrer Bühnenadaption über den rechtschaffenen Pferdehändler Kohlhaas auseinandersetzen, der auf seinem Rachefeldzug gegen Korruption und Ungerechtigkeit zum Gewaltverbrecher und Staatsfeind wird.

Regie: Matisek Brockhues, Ausstattung: Sibylle Meyer

Ab Herbst 2014

 

 

Wiederaufnahmen:

 

 

RUNGHOLT

Franziska Steiof

Regie: Franziska Steiof

Ab Herbst 2014

 

 

DARÜBER REDEN

Julian Barnes/Franziska Steiof

Regie: Franziska Steiof

Ort: Maritim Hotel Bellevue Kiel (Backbord Bar)

Ab Herbst 2014

 

 

SCHWITZENDE MÄNNER IM SCHUHGESCHÄFT

Regie: Franziska Steiof, Ausstattung Sybille Meyer